In der Lausitz werden mehr Autos geklaut
Autodiebe schlagen in der Lausitz immer dreister zu. Seit der Grenzöffnung zu Polen steigt die Anzahl der geklauten Pkw. Laut Polizei stehlen polnische Diebesbanden in Cottbus, Spremberg, Forst und Guben auf Bestellung. Besonders beliebt bei den Verbrechern sind Autos der Marke Volkswagen.
Die Zahlen sind alarmierend. In den ersten neun Monaten wurden in Cottbus und dem Spree-Neiße-Kreis mehr Autos gestohlen als im vergangenen Jahr. Allein in Cottbus zählt die Polizei 141 Diebstähle und Klauversuche. 2008 waren es im gleichen Zeitraum noch 132 gewesen. Auch in Forst und Guben schlagen die Kriminellen häufiger zu. In Forst meldet die Polizei 21 Straftaten (2008: 12) und in Guben 44 (2008: 38). Allein in Spremberg ist der Trend rückläufig. Hier gab es von Januar bis September diesen Jahres nur 18 Kfz-Diebstähle oder Versuche. 2008 zählten die Ermittler in den gleichen Monaten 30.
War ja klar gewesen. Jeder wusste es, z.B. die Gewerkschaft der Polizei:
Heftige Attacke vom Chef der deutschen Polizeigewerkschaft: Im stern.de-Interview wirft Konrad Freiberg Innenminister Wolfgang Schäuble vor, die Sicherheit Deutschlands aufs Spiel zu setzen. Denn nun fallen die Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien weg.
Der Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche:
„Ich sehe die Sicherheit der Sachsen auf insgesamt 566 Kilometern gefährdet. Das hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf die innere Sicherheit in ganz Deutschland, auch wenn das der Innenminister beharrlich leugnet“
Wegfall der Grenzkontrollen: Angst vor Kriminalität
Andere hingegen wussten es nicht, z.B. der Journalist Gerd Appenzeller vom Tagesspiegel:
Es ist eine zwar nachvollziehbare, aber auch ein wenig absurde Angst, die es so ähnlich schon einmal gab, im Westen Europas, als dort am 26. März 1995 die Grenzkontrollen zwischen Frankreich, Deutschland und den Beneluxstaaten – um nur einige zu nennen – aufgehoben wurden.
Sehr witziger Vergleich.
Auch der künftige Finanzminister*) sah keinerlei Veranlassung zu Sorge:
Drei Monate nach Wegfall der Kontrollen zu Polen und Tschechien hält Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Verunsicherung der Menschen in der Grenzregion für unbegründet.
Schäuble: Offene Grenze zu Polen kein Sicherheitsrisiko
Soviel mal zur Urteilsfähigkeit des künftigen Finanzministers.
Auch Brandenburgs Innenminister Schönbohm betätigte sich als talentloser Hellseher und beschimpfte Kritiker als Miesmacher deren einziges Anliegen war den Füherbefehl aus Brüssel zur Grenzöffnung schlechtzumachen.
Ende des Jahres fallen die Kontrollen an den deutschen Grenzen zu Tschechien und Polen weg. Bundespolizisten wollen dagegen demonstrieren – zum großen Ärger von Jörg Schönbohm.
ddp
Der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm (CDU)
Polizeigewerkschaften befürchten, durch die Aufhebung der Kontrollen zum 21. Dezember werde Kriminellen und Terroristen Tür und Tor geöffnet. Brandenburgs Innenminister Schönbohm kritisierte derartige Äußerungen als unverantwortlichen Alarmismus. Es gebe „weder von Polizeibehörden noch von Nachrichtendiensten Hinweise auf eine solche Gefährdung“, sagte Schönbohm im FOCUS-Interview.
Schönbohm wirft Polizisten Panikmache vor
*)
25. Oktober, 2009 um 21:04
Und Fahrräder klauen sie auch häufiger. Wahrscheinlich ist der Automarkt gesättigt.
26. Oktober, 2009 um 7:11
Und Baumaschinen wie ganze Bagger, Rüttelplatten usw.
28. Oktober, 2009 um 16:49
Mähdrescher wahrscheinlich auch.
28. Oktober, 2009 um 16:56
Ja, auch Mähdrescher. Aber Agrarflugzeuge keine.